Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Areal des früheren Kernkraftwerks hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich verändert. Batteriespeicher, Peakeranlage, Fusionskraftwerk – all das sind Themen, die uns beschäftigen. Neben diesen sind für bestimmte Bereiche durchaus auch weitere Überlegungen denkbar, die beispielsweise in Richtung Nuklearmedizin, Produktion von Krebsmedikamenten, Forschung und Entwicklung der entsprechender Technologien gehen könnten. Trotz der Tatsache, dass sowohl strahlenschutztechnisch hervorragend ausgestattete Gebäude vorhanden sind und es bestens geschultes Personal gibt, wäre eine solche Nutzung nur sehr schwer genehmigungsfähig. Unser Flächennutzungsplan sieht für das Areal derzeit eine Ver- und Entsorgungsfläche mit der Zweckbestimmung „Elektrizität: Umspannwerk, Trafostation“ vor. Aus diesem Grund fasste der Gemeinderat in der Sitzung am 23. Juni nun den einstimmigen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Nutzung auch in diese Richtung zu schaffen. Wir sind damit offen für verschiedene zusätzliche Bereiche und nicht zuletzt für ein mögliches Entstehen weiterer hochqualifizierter Arbeitsplätze bei uns in Gundremmingen.
Schon seit längerem beschäftigt sich der Gemeinderat, wie das Areal mit den Wohnblöcken bei unserer Eichbrunnenstraße zukunftsfähig entwickelt werden könnte. Zwei Architekturbüros stellten dazu entsprechende Entwürfe vor: eap Architekten Stadtplaner PartGmbB aus München – das Büro hatte seinerzeit die Planungen für die Erweiterung unseres Kindergartens wie auch für den Bau unseres Mehrgenerationenhauses mit Tagespflege übernommen. Das zweite ist das Architekturbüro Schwab aus Thannhausen, ein ebenfalls sehr erfahrenes Büro. Die Entwürfe sind sehr unterschiedlich, vereinen jedoch beide auf ihre eigene Art und Weise das Entstehen eines Quartiers mit einem Wohnen für Jung und Alt in Verbindung mit Flächen für Büro und Dienstleistungen. Einen Beschluss fasste der Gemeinderat am Dienstag nicht. Wichtig ist zunächst zu wissen: Was könnte sich auf dem etwa 20.000 Quadratmeter großen Areal in den kommenden zehn bis 15 Jahren verwirklichen lassen. Fest steht, dass Anfang kommenden Jahres die Häuser Nummer 31 und 33 aufgrund ihrer Bausubstanz, die eine Sanierung nahezu unmöglich macht, abgebrochen werden.
Ich wünsche Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, nun angenehme und hoffentlich nicht mehr ganz so heiße Sommertage und verbleibe mit den besten Grüßen aus dem Rathaus.
Ihr
Tobias Bühler
Erster Bürgermeister der
Gemeinde Gundremmingen